In meteorologischen Wettermeldungen werden die Wolken mit Codes verschlüsselt, die aus
dem internationalen Wolkenatlas der World Meteorological Organization stammen. Hier werden
drei Hauptcodes unterschieden:
Zu jedem dieser drei Codes gibt es neun Verschlüsselungsziffern, die für bestimmte Himmelsansichten stehen. Dabei werden nicht nur die Wolkengattungen bestimmt, sondern der Himmel auch als ganzes gesehen, d. h. die Entwicklungen der Wolken mit berücksichtigt. So macht es z. B. einen Unterschied, ob auftretende Cirruswolken den Himmel fortschreitend überziehen (also an Menge und Bedeckung langsam zunehmen) oder nicht. Und wenn z. B. Cumulus- und Stratocumuluswolken gleichzeitig am Himmel vorhanden sind ist es wichtig für die Verschlüsselung, ob der Stratocumulus aus Cumuluswolken entstanden ist oder nicht.
Ich selbst benutze diesen Verschlüsselungscode bei meinen Beobachtungen und Fotos ständig, da er bestimmte Wolkenentwicklungen wie z. B. einen Schlechtwetteraufzug usw. mit berücksichtigt. Seine Anwendung erfordert aber erstens sehr gute Kenntnisse der Wolkengattungen und damit viel Übung und Erfahrung, und zweitens eine möglichst dauerhafte Beobachtung des Himmels! Meine Wolkenfotos im Wolkenatlas sind nach diesen Verschlüsselungscode sortiert, der bei jedem Wolkenfoto angegeben ist.