In einem Tief zieht die nachfolgende Kaltfront immer schneller die Warmfront davor. Daher holt die Kaltfront die Warmfront langsam ein und hebt sie vom Erdboden ab. Dabei entsteht die Okklusionsfront. Hier treffen nun aber zwei verschiedene Kaltluftmassen aufeinander, nämlich die vor der Warmfront liegende Kaltluft mit der hinter der Kaltfront liegenden Kaltluft. Daher gibt es zwei Möglichkeiten:
Dieser Typ kommt besonders im Sommerhalbjahr vor. Die nachfolgende Kaltluft ist hier kälter. Das Wetter an diesem Fronttyp gleicht eher dem an einer Kaltfront, also kräftiger oder schauerartiger Regen und eventuelle Gewitter.
Kaltfrontokklusion
© Mario Lehwald
Dieser Typ kommt besonders im Winterhalbjahr vor. Die nachfolgende Kaltluft ist hier wärmer. Das Wetter gleicht daher mehr dem an einer Warmfront mit großflächigen Schichtwolken und langanhaltenden Regenfällen.
Warmfrontokklusion
© Mario Lehwald
Okklusionen werden in der Wetterkarte als Linie mit je einem runden und einen spitzen Höcker nebeneinander dargestellt. Werden diese farbig dargestellt, so wird die Okklusion üblicherweise violett gezeichnet.
Auch vor einer Okklusion fällt der Luftdruck. Die aufziehende Bewölkung gleicht zunächst oft der einer Warmfront, also zuerst Cirrus der sich langsam zu Cirrostratus verdichtet gefolgt von Altostratus und / oder Altocumulus und Nimbostratus. Bei einer Warmfrontokklusion folgt dann länger andauernder Regen wie bei der Warmfront. Bei einer Kaltfrontokklusion sind meist Cumulonimben mit eingelagert, so das schauerartiger oder gewittriger Regen folgt.
Hinter der Front kommt es meist, genau wie bei der Kaltfront, zu einer raschen Aufklarung. Das Wetter hinter einer Okklusion gleicht daher dem einer Kaltfront; auch hier gibt es später Schauerwetter, was aber auch hier nicht immer die Regel ist.
Okklsusion über der Nordsee am 16. Oktober 2007
Quelle der Karte:
Wetterzentrale
Bearbeitung: Mario Lehwald