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Einige Anmerkungen


wolken.jpg Da ich den Verschlüsselungscode schon seit den 90er Jahren bei meinen Wolkenfotos im Hobbybereich benutze, sind im Laufe der Jahre einige Erfahrungen zusammengekommen. Daneben habe ich seit 2007 auch Zugriff auf Wetterdaten nahe gelegener Wetterstationen. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich auch schon mehrfach mit Berufswetterbeobachtern in Wetterforen diskutiert habe und die ich daher hier ergänzend als persönliche Anmerkungen erwähnen möchte.



CM=3 wird viel zu oft verschlüsselt

Nicht nur mir, sondern auch anderen Berufswetterbeobachtern ist aufgefallen, daß die Verschlüsselung CM=3 viel zu oft, und CM=4 sowie CM=7 viel zu wenig verwendet wird. Nach meinen Erfahrungen hat sich der vermeintliche einschichtige Altocumulus (CM=3) beim genaueren Hinsehen oft eher als zwei- oder mehrschichtig entlarvt. In diesem Falle wäre die Verschlüsselung CM=7 besser geeignet.

Auch sollte man vorhandenen Altocumulus zumindest einige Minuten lang beobachten, um zu sehen, ob sich die einzelnen Wolkenteile in fortlaufender Veränderung befinden. In diesem Falle ist nämlich die Verschlüsselung CM = 4 die bessere Wahl. Diese ist nicht nur bei linsen- oder mandelförmigen, sondern bei jeglichen Altocumulus zu verwenden, deren Wolkenteile sich in fortlaufender Veränderung befinden, sofern es natürlich kein Aufzug ist! Und solch veränderlicher Altocumulus ist hier in Schleswig-Holstein recht oft zu sehen.

Damit sind auch die Rubriken CM=4 und CM=7 im Wolkenatlas sehr umfangreich, während ich "echten" CM=3, also einschichtigen, durchscheinenden und dazu noch stabilen Altocumulus eher selten sehe.


Grenzfälle bei den Wolkengattungen

Die Natur hält sich oft nicht an unsere starren Klassifikationsschemen. So treten hin und wieder bei den Wolken Grenzfälle und Übergangsformen auf, die schwierig einzuordnen sind: Z. B. großflächiger dichter Cirrus, der auf den ersten Blick wie Cirrostratus aussieht. Oder flache Schauerwolken, aus denen zwar leichte Niederschläge fallen, die aber in ihrem Oberteil keine Vereisung aufweisen und daher nicht der Gattung Cumulonimbus zugeordnet werden können.

Auch die Unterscheidung zwischen Altocumulus und Stratocumulus ist manchmal nicht einfach. Oft kann nur eine Messung der Wolkenhöhe Klarheit darüber schaffen, ob diese im tiefen oder schon im mittleren Stockwerk liegt. Meiner Erfahrung nach ist der Grenzbereich zwischen dem tiefen und dem mittleren Wolkenstockwerk (etwa 2000 bis 2500 Meter Höhe) besonders kritisch. Gerade im Sommerhalbjahr habe ich schon oft kompakte und vom Optischen her als Stratocumulus einzuordnende Wolken gesehen, deren Untergrenze allerdings in einer Höhe von 2500 Metern lag! Demnach befanden sie sich schon im mittleren Wolkenstockwerk und müßten korrekterweise der Gattung Altocumulus zugeordnet werden!


Schwierig zu bestimmende Wolkenbilder

Meist wird man nicht nur eine, sondern mehrere Wolkengattungen gleichzeitig am Himmel haben. Diese können in Aussehen und Dichte variieren und sich stellenweise überlagern. Da ist es oft gar nicht so leicht, die Übersicht zu behalten und die einzelnen Wolkengattungen zu erkennen und alles korrekt zu verschlüsseln!


© Copyright: 1999-2011 Mario Lehwald
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