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Luftfeuchtigkeit


feuchte1.jpg Die Luftfeuchtigkeit gibt an, wieviel Wasserdampf die Luft enthält. Man unterscheidet zwischen der relativen Luftfeuchtigkeit und der absoluten Luftfeuchtigkeit.

Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt den tatsächlich in der Luft enthaltenen Wasserdampf an. Er wird in Gramm pro Kubikmeter Luft angegeben.

Die relative Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis des tatsächlich enthaltenen Wasserdampfes zum maximal möglichen. Sie wird in Prozent angegeben. Die Luft kann nur eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufnehmen. Ist diese Menge erreicht, so spricht man von Sättigung. Bei Sättigung beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent.

Es ist so, daß kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme Luft. Wenn sich z. B. eine Luftmasse abkühlt, dann steigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Bei weiterer Abkühlung wird irgendwann eine Temperatur erreicht, wo die Luftmasse den in ihr vorhandenen Wasserdampf nicht mehr aufnehmen kann. Diese Temperatur nennt man Taupunkt. Wird der Taupunkt erreicht, tritt Sättigung ein und die relative Luftfeuchtigkeit erreicht 100 Prozent. Bei weiterer Abkühlung kondensiert der überschüssige Wasserdampf aus und es bilden sich Wolken bzw. am Boden Nebel. Wird umgekehrt eine Luftmasse erwärmt, dann sinkt die relative Luftfeuchtigkeit.


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Bei Nebel liegt die realtive Luftfeuchtigkeit bei 100 Prozent
© Mario Lehwald



Messung der Luftfeuchtigkeit

Zur Messung der Luftfeuchtigkeit dient das Hygrometer. Bekannt ist z. B. das Absorptionshygrometer, auch Haarhygrometer genannt. Es enthält ein Haar (von Menschen, Pferden oder auch Kunstfasern), das sich bei zunehmender Luftfeuchtigkeit ausdehnt und etwas länger wird. Diese Veränderungen werden auf einen Zeigermechanismus übertragen.


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Hygrometer
© Mario Lehwald


Heutige elektronische Hygrometer verwenden Kunststoff-Polymere als Sensor, die auf unterschiedliche Luftfeuchtigkeit mit Veränderung des elektrischen Widerstandes oder der elektrischen Kapazität reagieren.

Ein Hygrometer sollte bei nässenden Nebel 100 Prozent anzeigen! Um ein Hygrometer zu justieren, kann man es z. B. in ein nasses Tuch wickeln, und den Wert nach einiger Zeit überprüfen, der dann 100 Prozent betragen sollte. Eine andere Möglichkeit ist, das Hygrometer in ein verschließbares Gefäß z. B. aus Kunststoff zu legen, in dem man vorher etwas Wasser gibt. Damit das Hygrometer trocken bleibt, kann man es auf einem vorher in das Gefäß gelegten Körper legen. Nach einiger Zeit wird an den Wänden des Gefäßes Wasser kondensieren. In diesem Fall muß das Hygrometer ebenfalls 100 Prozent anzeigen. Wenn nicht, kann man es nachjustieren, wozu meistens an der Rückseite des Gerätes eine Schraube vorhanden ist.


© Copyright: 1999-2011 Mario Lehwald
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