Meine Tätigkeiten sind vor allem die Wetterbeobachtung und die Fotografie von Wolken und Sonnenuntergängen. Allerdings bin ich nicht so der Wetterdatensammler und habe daher auch keine eigene Meßstation!
Zu meinem Lieblingswetter zählen im Sommer wie im Winter Westlagen mit vielen Tiefdruckgebieten und hier besonders die Rückseiten der Tiefs mit labiler Kaltluft, in der zahlreiche Cumulus- und Cumulonimbuswolken entstehen, aus denen Schauer und manchmal sogar Gewitter niedergehen. Die Kombination von tiefblauen Himmel und den großen Wolkentürmen ist immer wieder eindrucksvoll.
Auch Schnee ist willkommen, sofern er mal liegenbleibt, was hier eher selten ist. "Schlechtes Wetter"? So etwas kenne ich nicht! Die ergiebigste Ausbeute an Wolkenfotos entsteht gerade bei dem Wetter, welches die meisten überhaupt nicht mögen - nämlich möglichst wechselhaft.
Starke Unwetter kann ich dagegen gar nicht ab. Daher bin ich auch nicht so der Gewitterfan wie diese Stormchaser in Süddeutschland. Kurze Kaltluftschauergewitter ja, aber bei schweren Sommergewittern bin ich eher froh, wenn die Blitze mir dann fernbleiben und alles heil bleibt. Auch bei extremen Orkanböen von über 140 km/h hörts bei mir auf.
Wenn man abends von der Arbeit kommt oder an freien Tagen gleich nach dem Aufstehen, ist das erste, sich erstmal per Internet einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Dazu gehören z. B.:
Je nach Zeit, Wetterlage usw. werden auch mal weitere Karten ins Visier genommen:
Die Analysekarten werden natürlich auch gleich fürs Archiv gespeichert. Anschließend werden die am Himmel vorhandenen Wolken ins Visier genommen und eventuell gleich einige Fotos gemacht. Ist was interessantes da, ist dies auch oft der erste Schritt.
Sofern Zeit dafür da ist, fahre ich bei interessanten Wolken- oder Wetterentwicklungen, wie z. B. Aufzüge von Fronten oder Schauerentwicklungen, auch mal an den nahegelegenen Stadtrand aufs freie Land, wo man einen besseren Blick als zu Hause hat. Oft verweile ich dort auch mal eine Stunde und fotografiere ganze Wolkenentwicklungen. Bei Sturm aus Osten gehts auch mal an die Küste zum Leuchtturm.
Der Autor an seinem PC-Arbeitsplatz
bei Arbeiten an der Homepage
Abends wird oft auch was an der Homepage gemacht: Neue Fotos eingebaut oder das ein oder andere ältere Wolkenfoto, was man nochmal "entdeckt" hat, hinzugefügt. Wird das Wissen im Laufe der Zeit erweitert, schreibe ich von einigen Dingen kurze Zusammenfassungen. Diese landen dann in der Wetterkunde. Obwohl ich längst nicht jede Woche etwas an der Seite mache; zeitweise auch einige Monate nicht; ist sie trotzdem schon sehr umfangreich geworden. Letztlich muß man bedenken, das ich schon gute 12 Jahre dabei bin und dieser lange Zeitraum macht die Menge aus!
So gibt es Zeiten, besonders bei aktiven Westlagen, wo ich jeden Tag etwas mache und täglich die Wetterlage für die nächsten Tage komplett im Kopf habe. Allerdings gibt es auch Zeiten, wo ich mich über kurz oder länger kaum mit dem Wetter befasse und dann anderen Interessen widme. Dazu zählt die Astronomie und im Winter auch das einfache Basteln mit Elektronik. Gerade in diesen Zeiten kann es aber vorkommen, daß man von besonders prächtigen oder gar seltenen Wolken überrascht wird. Und dann wird natürlich gleich Kamera hervorgeholt.