Mein erstes wissenschaftliches Hobby war die Astronomie, welches ich im Herbst 1981 mit einem kleinen Buch entdeckte. Aber auch das Wetter übte einen gewissen Reiz aus. Besonders meine Oma sah öfter einmal nach woher die Wolken kamen und achtete besonders auf dunkle Wolkenaufzüge. Auch ich tat das bald.
Im Januar 1982 bekam ich eine einfache Kamera, in der Filmcassetten eingelegt wurden, welche quadratische Bilder ergaben. Damit fotografierte ich neben Pflanzen und dem Garten ab und zu auch die ein oder andere Wolke, wußte aber noch nicht, was es für welche waren. Aus einem ausgedienten Erdkundebuch von der Hauptschule sowie aus dem Was ist was Buch "Das Wetter" erfuhr ich erste Grundlagen der Wetterkunde.
Erste Wolkenfotos im Sommer 1982!
Ich hielt die kleine Kamera einfach mal in den Himmel, wußte aber noch nicht, was das
für Wolken waren.
In einer Zeitschrift fand ich eine Seite, wo verschiedene Wolkenformen gezeigt wurden, z. B. Federwolke, Quellwolke oder Haufenschichtwolke. Damit konnte ich grob einige Wolken unterscheiden.
Mit einem Cassettenrecorder nahm ich damals auch öfter Gewitter auf.
Der Sommer 1983 war ein langandauernder Hochdrucksommer mit viel Sonne und blauen Himmel. An einem Abend wurde dieser mit einem Gewitter, das aus Süden heranzog, beendet. Mit Hilfe des Lang- und Mittelwellenbereiches prüfte ich immer, ob Gewitter im Anzug waren. Diese erzeugten bei größerer Entfernung leichte, und bei geringer starke Störungen.
Zu meinem Geburtstag am 27. Oktober 1983 bekam ich meine erste Spiegelreflexkamera, eine Revue SC 3. Mit dieser machte ich Natur-, Wolken- und einfache Sternbildaufnahmen.
In der Zeit von April bis Mai 1984 gab es viel schönes Wetter. Im Mai wurde diese Periode mit einem Gewitter beendet. Der Sommer 1984 war kühl mit vielen Schauerlagen. Allerdings kam es oft nicht zu Schauern, sondern meist nur zu Stratocumulusbewölkung und viel Wind.
Links: Stratocumulus im Juli 1984
Rechts: Cirruswolken im August 1984
Im Januar 1985 gab es eine längere Kälteperiode und ich erlebte das erste Mal eine zugefrorene Ostsee. Mit meinen Eltern fuhr ich an einen Tag zur Küste und machte dort viele Fotos vom Eis.
Die zugefrorene Ostsee im Januar 1985 am Leuchtturm Bülk
Der Sommer 1985 war recht wechselhaft mit kurzen Warmphasen, die rasch von teils starken Gewittern beendet wurden und in kühle Schauerlagen übergingen.
Im August 1985 hörte ich auf NDR 2 bewußt meine erste Unwetterwarnung: "Im gesamten Weser-Ems-Gebiet toben weiterhin heftige Gewitterstürme. Am Abend und in der Nacht besteht für ganz Norddeutschland die Gefahr schwerer Gewitter mit Hagel und Böen der Stärke 10 bis 11". Das nahm ich dann bei den folgenden Nachrichten auf Cassette auf. Später am Abend wurde es rasch dunkel und es folgte schwerer Sturm, aber noch ohne Gewitter und Regen. Als der Sturm nachließ, flackerten 10 Minuten später die ersten Blitze im Südwesten und es zog ein heftiges Gewitter heran, das sich aber langsam abschwächte.
Im Herbst 1985 beachtete ich zunehmend Winterstürme. Im November 1985 wurde an einem Abend im TV-Wetterbericht vor orkanartigen Böen gewarnt. Von da an machte ich genau wie bei Gewitter Tonaufnahmen auf Cassetten mit Mikrofonen, die ich an das auf Kipp geöffnete Fenster klemmte.
Am 6. Dezember 1985 erlebte ich morgens bewußt den ersten heftigen Orkan. Es hat im Klassenraum in der Berufsfachschule in Gaarden ziemlich stark geheult, weil das Gebäude auf einer Anhöhe lag und sich der Klassenraum genau an einer Ecke des Gebäudes befand. Nach Schulschluß konnte ich kaum gegen den Orkan angehen. Seitdem achtete ich immer wieder auf solche Winterstürme. Oft machte ich zu Hause mit Mikrofonen am Fenster Tonaufnahmen auf Cassetten oder versuchte die Wirkung der Böen an Bäumen zu fotografieren. Ich begann auch, Zeitungsberichte darüber zu sammeln.
Im Januar 1986 gab es drei Tage lang Oststurm bei bedecktem Himmel. Ich versuchte die Böen an Bäumen zu fotografieren.
Links: Schnee im Dezember 1985
Rechts: Oststurm im Januar 1986
Im Februar 1986 gab es eine erneute lange Kälteperiode. Sogar die Ostsee und die Kieler Förde waren wieder zugefroren. An einem sonnigen und kalten Sonntag fuhr ich auf meinem Wunsch mit meinen Eltern nach Hohwacht, wo eine 20 Meter hohe Wand aus Eisschollen sein sollte. Diese fanden wir auch und ich fotografierte damals einen ganzen Kleinbildfilm voll.
Die zugefrorene Ostsee und Eiswand in der Hohwachter Bucht im Februar 1986
Im März 1986 kam es an einem Nachmittag zu Sturm. Ich verfolgte die Radiowetterberichte, aber da wurde "nur" von Sturmböen gesprochen, obwohl ich den Eindruck hatte, daß es langsam stärker wurde. Ich versuchte die schweren Böen anhand von Bäumen zu fotografieren. Und auf einmal hieß es im Radio dann "stürmischer Wind mit teilweise schweren Sturmböen aus Nordwest".
Sturm mit schweren Sturmböen im März 1986
Weiterhin kann ich mich noch an eine Kaltfront im Mai 1986 erinnern, die im Wetterbericht angekündigt wurde. Als ich in der Berufsfachschule war hat es geregnet. Es war aber sehr mild. Als ich nach Hause kam, hörte ich auf Mittelwelle nahe Gewitterstörungen. Wenig später wurde es bei bedecktem Himmel im Westen dunkler und Donner wurde hörbar. Ich machte meine Mikrofone klar und dann wurde es sehr stürmisch mit Wolkenbruch und Gewitter. Danach blieb es windig, es war deutlich kälter, die Luft klar und es zogen tiefe Wolken rasch über den Himmel.
Die Kaltfront Anfang Mai 1986
Im Juni 1986 las ich in einem alten Erdkundebuch, daß es auf der Rückseite von Tiefdruckgebieten zu hochquellenden Wolkentürmen mit Schauern kommt, die manchmal von kurzen Gewittern begleitet werden. Ich versuchte selber am Himmel bei kühlen Lagen solche "hochquellenden Wolkentürme" zu fotografieren.
"Hochquellende Wolkentürme?" im Juli 1986
An einem Nachmittag im Juli 1986 gab es ein heftiges Gewitter. In Felde und im Raum Kiel waren mehrere Blitze eingeschlagen.
Das schwere Gewitter im Juli 1986
Am 20. Oktober 1986 sollte abends ein schwerer Sturm kommen. Es wurde vor orkanartigen Böen aus West gewarnt. Ich machte meine Mikrofone klar und begann aufzunehmen. Doch da stimmte etwas nicht! Die Tannen im Garten wurden zwar mit voller Wucht zur Seite gedrückt, aber nicht wie sonst nach Osten, sondern nach Südwesten! Die schweren Böen kamen also nicht wie angekündigt aus West, sondern aus Nordost! Das fand ich damals sehr verwunderlich.
Links: Sturm im Herbst 1986
Rechts: Sturm im Februar 1987
Am 24. Dezember 1986 bekam ich als Weihnachtsgeschenk das Buch "Wolken und Wetter" von Alan Watts.
Im Januar 1987 begann mein Interesse an der Meteorologie richtig. Ich las viel in dem neuen Buch "Wolken und Wetter" von Alan Watts und begann interessante Wolken- und Wetterabläufe wie z. B. Aufzüge von Tiefdruckgebieten selbst zu beobachten und zu fotografieren. Bald folgte das Buch "Wolkenbilder und Wettervorhersage" aus dem BLV-Verlag sowie der "Wolken- und Wetterkompass" aus dem Verlag Gräfe und Unzer.
Im Februar 1987 gab es eine Kälteperiode mit viel Schnee und Eis auf der Kieler Förde.
Wolkenfotos im Februar 1987
Kondensstreifen (links) und Aufzug von Cirrus und Altocumulus vor einem Tiefdruckgebiet (rechts)
Ich las in der Zeit zwischen Mai und Juni 1987 abends oft in dem Buch "Wolkenbilder und Wettervorhersage" aus dem BLV-Verlag. Mich interessierte besonders das dort erwähnte "Gewitternetz", das man oft vor Gewittern sehen soll. Nachmittags war ich oft mit dem Fahrrad im nahen Neubaugebiet und dem Kleingartengelände unterwegs. Die Kamera war stets dabei und ich fotografierte verschiedene Wolkenformen, Schauerwolken, aufziehende Gewitter und Sonnenuntergänge. Zuerst bildete ich mir ein, daß es vor einem Gewitter immer erst zuziehen muß, bevor dann der dunkle Aufzug kommt. Langsam lernte ich dann die großen Cumulonimbuswolken und ihre Formen kennen.
Besonders in Erinnerung ist mir ein Nachmittag im Juli 1987. Es war eine rückseitige Schauerlage. Ich fuhr bei Sonnenschein los und später zog ein kräftiger Schauer heran. Ich stellte mich schnell unter eine noch im Bau befindliche Brücke, die über die sich ebenfalls noch im Bau befindliche neuen Umgehung der B 76 führte. Der Platzregen brach los und am Rand der noch ungeteerten Autobahntrasse bildeten sich kleine Flüsse. Anschließend war sogar mein Fahrrad abgesoffen, das ich am Fuß der Brücke in einer Senke abgelegt hatte.
Schauerwetter im Juli 1987
Ein heranziehender Schauer (links),
setzte ein Fahrrad unter Wasser (rechts),
während ich unter einer Brücke stand.
An einem anderen Nachmittag im Juli 1987, wir arbeiteten gerade an der neuen Kanalisation, herrschte kühles Wetter. Plötzlich wurde es im Westen immer dunkler und man sah einen sehr dunklen, scharf abgegrenzten Wolkenstreifen. Es zog ein kräftiges Kaltluftgewitter heran. Den Begriff "Böenwalze" kannte ich noch nicht so gut. Als dieser dunkle Wolkenstreifen im Zenit ankam, brach Sturm und ein heftiger Wolkenbruch inklusive kleinkörnigen Hagel los.
Starkes Kaltluftgewitter im Juli 1987
An einen anderen Tag im Juli 1987 gab es ein weiteres Erlebnis. Es war sehr warm und schwül und nach Westen im Raum Neumünster hatten sich starke Gewitter gebildet, die aber Kiel nicht erreichten. Ich fuhr wieder mit dem Fahrrad los, um die dunkle Gewitterwand im Westen zu fotografieren. Langsam verschwand die Sonne. Als ich in der Nähe der weiter oben erwähnten Brücke war, hörte ich nach Süden ein starkes Rauschen. Was war das? Wind? Es bewegte sich aber kaum etwas. Das mußte Regen sein, und zwar sehr starker! Ein neuer Schauer hatte sich gebildet und kam auf mich zu.
Auf einer Fahrradtour im Juli 1987
fotografierte ich eine im Westen stehende Gewitterwand (links),
und wurde später von einem sich bildenden Gewitter überrascht (rechts)
Ich stellte mich wieder unter die Brücke. Plötzlich zuckte ein grelles Licht im Süden und es donnerte. Dann folgte ein zweiter und ein dritter Blitz und es begann laut zu donnern. Da die Blitze noch gute 3 bis 4 Kilometer weg waren, beschloss ich rasch die etwa 800 Meter lange Strecke nach Hause zu flitzen. An der nächsten Ampel zuckte ein grelles Licht über mir. Gleichzeitig bekam ich am Fahrradlenker eine geschossen, als ob ich in die Steckdose fassen würde und fast gleichzeitig krachte es laut. Jetzt aber schnell weg! Ich überquerte die gerade freie Straße und begab mich im Sturmtempo zu einer 100 Meter entfernten Eisenbahnbrücke, die über die Straße führte und blieb da drunter stehen. Das war die einzigste Möglichkeit! Nach 15 Minuten zog das Gewitter langsam ab und ich fuhr nach Hause.
Weitere Wetterbilder aus dem Sommer 1987
Besonders interessierte mich der Himmel vor Gewittern wie im Juli 1987 (links) oder
im September 1987 (rechts) mit Altocumulusbänken
Im September 1987 gab es einige Kaltluft-Schauerlagen. Auf meinen Fahrradtouren in der Wohnumgebung war wie immer die Kamera dabei und ich fotografierte die Schauerwolken. Ab und zu las ich abends in verschiedenen Wetterbüchern.
Kaltluft-Schauer im September 1987
Auch im Februar 1988 fuhr ich öfter mit dem Fahrrad los und fotografierte heranziehende Schneeschauer. Es war auch das erste Mal, wo ich aus der Ferne Niederschläge aus einer Wolke fallen sah. Abends hörte ich oft meine aufgenommenen Cassetten von der internationalen Hitparade. Die damaligen Hits "Sign Your Name" (Terence Trent D'Arby), " Love Changes Everything" (Climie Fisher), "Here I Am" (Dominoe), " Heaven Is A Place On Earth" (Belinda Carlisle) oder "Get Outta My Dreams, Get Into My Car" (Billy Ocean) erinnern mich noch sehr an diese Zeit.
Heranziehende Schneeschauer im März 1988
Anfang März 1988 war ich an einem Nachmittag mit dem Fahrrad an den großen Suchsdorfer See gefahren, um dort Fotos zu machen. Dabei zog es zu und ich fuhr zurück. Auf dem Rückweg baute sich im Westen eine dunkle Wolkenwand auf. Wenig später blitze es in der dunklen Wolkenwand und es begann heftig zu schneien. Ich fuhr so schnell ich konnte die restlichen 800 Meter nach Hause, denn bei Gewitter im Freien ist es nicht ungefährlich! Zu Hause angekommen gab es eine weitere Entladung und wenig später war alles weiß. Dazu fiel mir nur der im BLV-Buch erwähnte "Wettersturz" ein! Weiterhin legte ich mir das Buch "Wie wird das Wetter?" von S. Schöpfer aus dem Kosmosverlag zu.
Im März 1988 überraschte mich eine Schnee-Gewitterfront
Im April 1988 kaufte ich mir eine Ricoh KR 10, um die Revue SC 3 ausschließlich für astronomische Aufnahmen nutzen können, da ich hierfür andere Filme brauchte. Die Ricoh KR 10 wurde für meteorologische Aufnahmen und Naturmotive am Tage benutzt.
Noch ein Bild aus alten Tagen:
Die Vorderseite eines Tiefdruckgebietes im Februar 1988
Am 27. Mai 1988 war es warm und schwül und von Süden zog eine einzelne Gewitterzelle heran. Den Kopf erkannte ich einwandfrei als Cumulonimbus. Die kleine Zelle streifte meinen Wohnort westlich. Später folgten aus Süden weitere Zellen, die ich während einer Fahrradtour aus der Ferne fotografierte. Später folgten starke Gewitter.
Links: Eisschirm einer kleinen Gewitterzelle am 27. Mai 1988
Rechts: Von Süden zogen am gleichen Tag weitere Gewitterzellen heran
Im Juli 1988 bin ich mit meinem Vater in den Urlaub nach La Manga in Südspanien gefahren. Hier konnte ich einige kleine Cumulonimben fotografieren, aber mein Hauptinteresse galt hier der Astronomie und den Sternbildern Schütze sowie Skorpion.
Im August 1988 gab es einige Schauerlagen. Ich fuhr oft mit dem Fahrrad los und fotografierte Kaltuft-Cumuluswolken und -Cumulonimben.
Links: Kaltluftgewitter am 20. August 1988
Rechts: Kaltluft-Cumulus im September 1988
In der Nacht auf den 28. August 1988 zog eine Warmfront durch. Am Tage waren wir in die Heide gefahren und es war recht warm und schwül. Endlich erlebte ich mal ein Tief mit einem breiten Warmsektor und es schien jetzt mal so abzulaufen, wie es in den Wetterbüchern immer beschrieben wurde! Mir war klar das noch eine Kaltfront folgen würde, die dann auch am Abend mit Gewittern kam. Es gab allerdings keinen Hagel, sondern nur einen kurzen Wolkenbruch.
Links: Altocumulus im Warmsektor am 28. August 1988
Rechts: Aufkommende Kaltluftgewitter am Abend des 28. August 1988
Im September 1988 kaufte ich mir das Buch "Meteorologie" von Hans Joachim Tanck aus dem Rohwoldt Verlag. Ich fand es allerdings schon etwas schwieriger und tiefgründiger geschrieben als die anderen Bücher. Weiterhin folgte das kleine "Praktische Wetterlexikon" aus dem C.H. Beck-Verlag. Hier wurden viele Begriffe kurz erklärt. Ein Satz ist mir unter "Welle" noch in Erinnerung geblieben, den ich oft gelesen habe: "Lebhafte Tiefdrucktätigkeit über dem Atlantik und Nordeuropa bewirkt oft, daß sich aus heranziehenden Wellenstörungen innnerhalb kurzer Zeit Sturm- oder Orkantiefs entwickeln."
Im Oktober 1988 fiel mir in der neuen Buchhandlung bei Hertie in Kiel der Wolkenatlas von Gerrit de Bont auf. Jedesmal wenn ich in der Stadt war, sah ich mir dieses Buch mit Begeisterung an und konnte mich an den interessanten Wolkenbildern gar nicht sattsehen...
Am 7. Oktober 1988 gab es den ersten Herbststurm. Mir fielen besonders die tiefen und rasch über den Himmel ziehenden Wolken bei dem Regen auf, von denen ich einige Fotos machte.
Sturmtief am 7. Oktober 1988
Schon bald fiel mir auf, daß Wettererscheinungen nicht immer so ablaufen, wie in den Büchern beschrieben! Bei Kaltfronten habe ich z. B. gelesen, daß diese immer mit einer dunklen Wolkenwand und nachfolgenden Schauern und Gewittern durchziehen. An einem Abend im Oktober 1988 sah ich im Wetterbericht, daß am nächsten Tag eine Kaltfront durchziehen sollte: "Zunehmende Bewölkung und später länger andauernder Regen" hieß es da. Damals gab es auch noch eine Wetterkarte mit richtigen Isobaren im Fernsehen! Aber warum bringt die Kaltfront morgen nur langweiligen Regen und nicht, wie es in den Büchern steht, Schauer und Gewitter? Hat der Typ da im Fernsehen etwa keine Ahnung?
Im Februar und März 1989 gab es einige Kaltlufteinbrüche mit Graupelschauern. Im März 1989 kam es an einem Morgen während eines heftigen Graupelschauers plötzlich zu einer Entladung mit lautem Donner.
Graupelschauer im Februar 1989
Zu erwähnen ist noch die Zeit vom 27. bis 28. August 1989, wo der Wentorf-Orkan tobte. In der Nacht wurde am Leuchtturm Kiel Orkanstärke aus Nordost erreicht. Dazu regnete es fast drei Tage durch. Die Mengen lagen über 100 mm. Durch den aufgeweichten Boden und den Sturm sind bei uns im Garten mehrere Lebensbäume umgefallen.
Nach dem Wentorforkan am 29. August 1989
Im Dezember 1989 zog an einem Abend ein Orkantief heran. Auf NDR 2 wurde vor Orkanböen bis 150 km/h gewarnt! Noch nie hatte ich vorher in einer Sturmwarnung von einer derart hohen Windgeschwindigkeit gehört. NDR 2 wollte sich sogar aus dem ARD-Nachtprogramm ausklinken und selber weiter senden und dabei immer über neue Infos zum Orkan berichten. Zum Glück ist es nicht so heftig gekommen. Ich probierte später als die Orkanböen einsetzten einige Fotos mit Blitzlicht.