Im Jahre 2000 ging ich zunächst mehr dazu über, Wolken- und Wetterfotos an der Ostsee zu machen. Das ließ aber im Jahr 2004 wieder nach und ich begann seitdem einen umfangreichen Wolkenatlas aufzubauen.
Im Frühjahr 2000 baute ich in meine Homepage eine Seite mit Links zu Wetterdaten aus Kiel ein. Dazu fehlte noch ein Foto von einem Leuchtturm! Also bin ich nach Bülk rausgefahren, und habe den Leuchtturm dort fotografiert. Seitdem bin ich öfters dorthin gefahren, um Wolken und Wetter anstatt über Land auch mal an der See zu fotografieren.
Strande und Leuchtturm Bülk Anfang Mai 2000
Die Rubrik Seewetter wurde im Verlauf des Sommers 2000 immer größer. Auch eine kleine Fotogalerie zum Bülker Leuchtturm entstand hier. Auf einer neuen Startseite konnte man zwischen den Bereichen "Seewetter aus Kiel" und "Hobbymeteorologie aus Kiel" wählen.
Im August 2000 machte ich aus beiden Webseiten eine einzige mit dem Titel Seewetter aus Kiel. Gleichzeitig baute ich einige Seiten zum Sternenhimmel auf, die "Maritime Astroecke". Im Herbst 2000 kam die Domain Seewetter-Kiel dazu und die Seite zog auf einem anderen Server um.
Seewetter-Kiel im November 2000
Ich fuhr das ganze Jahr häufig zum Leuchtturm Bülk und machte dort viele Fotos bei allen möglichen Wetterlagen. Besonders Starkwind oder Sturm aus östlichen Richtungen waren für mich sehr interessant, weil es dann immer viele große Wellen gab!
Links: Oststurm am 19. März 2001 mit Schneetreiben
Rechts: Starker Ostwind am 25. März 2001
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der 19. März 2001, wo Oststurm mit Schneetreiben und hohe Wellen an die Küste donnerten. Aber auch am 25. März 2001 gab es stürmischen Ostwind, allerdings dieses Mal bei sonnigem Wetter.
Seit dieser Zeit benutzte ich auch bevorzugt wieder Negativfilme, weil man so gleich Bilder hat. Die besten mußte ich dann bei jemanden einscannen lassen (was für ein Aufwand....). Zu Hause wurden die Rohscans ausgeschnitten, bearbeitet und in die Homepage eingebaut. So wurde die Homepage Seewetter-Kiel immer umfangreicher. Auch das Basteln mit dem grafischen Layout machte viel Spass.
Auch in diesem Jahr fuhr ich häufig zum Leuchtturm Bülk und machte dort viele Wetterfotos.
Am Abend des 28. Januar 2002 zog der Trogorkan Jennifer mit Böen von bis zu 156 km/h über uns hinweg.
Am 10. Februar 2002 wehte ein starker Südwestwind. Nachmittags kam ich sogar auf den Bülker Leuchtturm hinauf (er war offen!) und ich habe die stürmische Westlage von dort oben fotografiert.
Der Nachmittag des 10. Februar 2002 bei starkem Südwestwind
In der Nacht auf den 21. Februar 2002 zog das Sturmtief Xanthia von Dänemark nach Polen. An der Ostseeküste wurden in der Nacht orkanartige Böen aus Nordost erreicht. Am Vormittag des 21. Februar entstanden am Bülker Leuchtturm sehr viele Fotos der hohen Wellen. Um diese machen zu können, durfte ich sogar etwas später zur Arbeit kommen! In Kiel hab es an diesem Tag Hochwasser.
Am 23. und 24. Februar 2002 fotografierte ich am Bülker Leuchtturm viele Kaltluft-Cb's mit Graupelschauern.
Der Vormittag des 21. Februar 2002 während des Sturmtiefs Xanthia
Am 26. Februar 2002 zog abends die Kernokklusion des Orkantiefs Anna durch. Es traten in Schleswig-Holstein vereinzelt Böen mit fast 160 km/h auf.
Am 14. und 23. März 2002 waren wieder Tage mit starkem Ostwind, an denen ich viele Fotos an der Ostsee gemacht habe.
Links: Starker Ostwind am 14. März 2002
Rechts: Starker Ostwind am 23. März 2002
Zu erwähnen wäre noch das Hagelunwetter am 18. Juni 2002. Ich war gerade in Osdorf, als sich von Westen sehr kontrastreiche Mammatuswolken näherten. Auf der Rückfahrt nach Hause kam von Nordwesten eine starke Böenwalze auf mich zu und zog mit schweren Sturmböen über mich hinweg. Dabei begann ein Dauerblitzgeflacker in den Wolken. Kurz nachdem ich zu Hause war knallten bis zu 6 cm große Hagelkörner gegen die Scheiben. So etwas habe ich hier vorher noch nie gesehen.
Das Hagelunwetter am 18. Juni 2002
Am 17. Juli 2002 zog abends von Süden ein Tief heran, das am kommenden Vormittag an der Ostseeküste heftige und langandauernde Regenfälle mit eingelagerten Gewittern auslöste. Es fielen Mengen von teilweise über 100 mm!
Nach dem Unwetter am 18. Juli 2002 war die Ostsee braun (links)
und es gab überschwemmte Wiesen (rechts).
In dieser Zeit hatte ich auch endlich selbst einen Scanner, was eine erhebliche Erleichterung war! Nun konnte ich meine Abzüge selbst einscannen.
Am 22. September 2002 sollte der Nordostwind bis auf Sturmstärke am Abend zunehmen! Ich fuhr am Nachmittag an die Ostsee bei Windstärke 1 und verweilte dort mit der Kamera bis zum Abend, wo der Nordostwind langsam bis auf Sturmstärke zunahm. Dabei entstand eine gute Fotoserie der sich aufbauenden Wellen. Auch am folgenden Nachmittag konnte ich schöne Fotos von Schauern über der Ostsee bei immer noch starken Nordostwind machen.
Nordoststurm am Abend des 22. September 2002 (links)
und der Tag danach (rechts).
Am 6. Oktober 2002, sowie 11. und 12. Oktober 2002 habe ich bei stürmischen Ostwind an der Ostsee Schauer fotografiert, die von der See heranzogen.
Auch der Orkan Janette vom 27. Oktober 2002 war ein Erlebnis. Tagsüber habe ich am Bülker Leuchtturm Fotos bei Schauern und teils orkanartigen Böen aus Südwesten gemacht. Später nahm der Wind etwas ab, aber abends erreichte uns das Rückseitensturmfeld, der erneut aufkommende Sturm drehte auf Nordwest und nahm stark zu.
Orkantief Janette am 27. Oktober 2002.
Am 2. November sowie 7. und 8. Dezember 2002 gings bei stürmischen Ostwind wieder an der Ostsee. Ende Dezember 2002 gab es eine Kälteperiode, wo man im Strander Hafen bereits die Bildung von Eisschollen sehen konnte.
Im Januar 2003 gab es eine längere Kälteperiode mit Schnee. Es entstanden viele Winterfotos auf Negativfilm. Im Februar 2003 überwiegte ruhiges, kaltes und graues Wetter mit viel Hochnebel.
Schnee im Januar 2003.
Zu nennen wäre noch die heftige Kaltfront vom 8. Juni 2003, wo sogar Jörg Kachelmann der Bevölkerung riet, bei ihrem Durchzug nicht das Haus zu verlassen. In Schleswig-Holstein kam sie zum Glück sehr stark abgeschwächt, aber immer noch mit einer eindrucksvollen Shelfcloud herangezogen.
Am 23. Juni 2003 zog abends eine weitere heftige Kaltfront mit teilweise orkanartigen Böen durch, die auch einige größere Bäume umknickte. Nach dem Durchzug der Front herrschte rasant kühles und windiges Herbstwetter. Am nächsten Tag gab es stürmischen Nordwestwind.
In der Zeit zwischen Anfang Juli bis Mitte August 2003 gab es eine anhaltende und trockene Hitzeperiode. Am 13. August 2003 möbilierte ich mein Wohnzimmer neu. An diesem Tag erfolgte aber auch die Umstellung der Wetterlage vom Hitzesommer zu kühlerem Wetter. Von Nordwesten kam ein Tief heruntergezogen, das uns gleich mit seiner Rückseite und kalter Luft aus Norden erreichte. Tagsüber kam starker Nordwestwind auf, es bildeten sich tiefe Fractuswolken und abends herrschte kühles Herbstfeeling. Die ganze Umstellung ging erstaunlicherweise ohne Niederschlag oder Gewitter vor sich.
Im Herbst 2003 entschloss ich mich das Layout der Webseite Seewetter-Kiel, welches bis dahin nur auf verschachtelten Tabellen basierte, komplett auf CSS-Basis umzustellen. Diese Aktion dauerte allerdings über einen Monat, da über 1000 Dateien geändert werden mußten, was Schritt für Schritt und Dutzenden von Durchgängen mit der Suchen-Ersetzen Funktion eines Texteditors geschah. Andererseits wurde dadurch der HTML-Code der Seiten erheblich schlanker und Layoutänderungen konnten nur noch an einer Datei anstatt bei allen gemacht werden!
Im Juli 2004 kaufte ich meine erste Digitalkamera, eine Fuji Finepix. Seitdem fotografiere ich fast nur noch digital, weil die besten Bilder so recht einfach in die Homepage einzubauen sind! Im August 2004 entfernte ich auf meiner Homepage die Frames. Daneben begann wieder verstärktes Interesse für die Astronomie.
Der PC-Arbeitsplatz im Juli 2004
Die Fahrten zum Leuchtturm Bülk wurden immer weniger, da ich die meisten Wetterlagen an der See bis dahin schon fotografiert hatte. Ich wollte mich wieder mehr auf die Wolkenfotografie zu Hause als auf das Wasser konzentrieren.
Am 8. Januar 2005 tobte der Orkan Erwin mit Orkanböen bis zu 140 km/h. Am Nachmittag fuhr ich nach Strande und habe einige Fotos gemacht.
Der Orkan Erwin am 8. Januar 2005 in Strande
Im Februar und März 2005 gab es eine längere Periode mit Schnee. Besonders am 23. Februar 2005 fiel vormittags viel Schnee (um die 15 cm), wo ich zahlreiche Winterfotos gemacht habe.
Viel Schnee am 23. Februar 2005
Vor allem im Sommer 2005 habe ich mit der Digitalkamera hin und wieder Wolkenfotos bei mir zu Hause gemacht.
Zu Weihnachten 2005 bekam ich eine etwas bessere Digitalkamera von Panasonic.
Im Sommer 2006 machte ich immer öfter Wolkenfotos. Bei den häufigen Schauerlagen mit Höhenkaltluft im August 2006 konnte ich zahlreiche Cumulonimben fotografieren. Dazu fuhr ich meist in das Gebiet um die Suchsdorfer Au.
Kaltluft-Cb's am 21. (links) und 27. August 2006 (rechts)
Weiterhin bekam ich im August 2006 über das Internet Zugriff auf Wettermeldungen und konnte so auch Wolkenverschlüsselungen und Wolkenhöhenmessungen von nahe gelegenen Wetterstationen ansehen, was bei der Bestimmung schwieriger Wolken von großem Nutzen war.
Im Herbst 2006 führte ich meine Wetter- und Astroseiten in einem einheitlichen Layout zusammen.
Am 30. Dezember 2006 zog nachts das Orkantief Karla durch, wo es zu Orkanböen bis 140 km/h kam.
Am 18. Januar 2007 zog der Kern des Orkantiefs Kyrill genau über Schleswig-Holstein hinweg. Es kam nur kurzzeitig vor der Kernpassage zu Sturm. Nach der Kernpassage blieb es verhältnismäßig ruhig.
Der Sommer 2007 war recht wechselhaft und es entstanden in dieser Zeit sehr viele digitale Wolkenfotos. Die Fotogalerien auf dieser Homepage wurden enorm erweitert. Ich nahm dafür ältere Fotos von maritimen Dingen heraus. Die Wolkenbilder auf dieser Seite sortierte ich nach dem internationalen Verschlüsselungscode, den ich mittlerweile komplett auswendig kannte.
Warmlufteinschub am 1. August 2007 mit Altocumulus floccus (links)
Mehrschichtiger Altocumulus am 14. August 2007 (rechts)
Auch im Herbst 2007 entstanden noch eine ganze Menge Wolkenbilder. Weiterhin begann ich aus den Diaarchiven der 90er Jahre gute Wolkenaufnahmen herauszusuchen und ließ diese in einem professionellen Labor einscannen, um sie den Fotogalerien auf dieser Homepage hinzufügen zu können.
Am 7. Februar 2008 sah ich am Rand eines Jets prächtige Altocumulusbänder, die ich in dieser Ausprägung kaum vorher so gesehen habe. Auch die Hole-Punch-Cloud am 5. März 2008 in einem aufziehenden Altocumulusfeld war eindrucksvoll.
Altocumulusbänder im Jet am 7. Februar 2008 (links)
Altocumulus am 28. Februar 2008 (rechts)
Der Sommer 2008 war sehr von Westlagen geprägt und es entstanden wieder sehr viele digitale Wolkenfotos. Ich fuhr abends öfters an den nahe gelegenen westlichen Stadtrand von Kiel, wo ich bei freier Sicht in Ruhe Wolken fotografieren konnte. Besonders bei heranziehenden Fronten suchte ich diesen Ort auf, um den Aufzug zu fotografieren.
Dichter Cirrus vor einer Okklusion am Abend des 5. Juli 2008 (links)
Altocumulus castellanus am 31. Juli 2008 (rechts)
Weiterhin sah ich mir im Sommer 2008 fleißig die Wolkenmeldungen im Internet an. Dabei fiel mir auf, daß man sich bei der Bestimmung von Wolken, die besonders im Grenzbereich zwischen dem tiefen und den mittelhohen Wolkenstockwerk liegen, manchmal ganz schön täuschen kann! Solche Grenzfälle zwischen Altocumulus und Stratocumulus konnte ich im Sommer 2008 öfter sehen und fotografieren.
Grenzfall zwischen Altocumulus und Stratocumulus am 2. August 2008 (links)
Flanking Line einer Superzelle am 12. August 2008 (rechts)
Im August 2008 gab es gleich zwei Superzellen in unmittelbarer Nähe: Am 7. August 2008 zog eine Superzelle von der Elbmündung kommend Richtung Schleswig. Abends folgte ein Multizellencluster. Die zweite vermutliche Superzelle ist am Abend des 12. August 2008 auf der Rückseite eines Tiefs westlich von Kiel entstanden und zog mit einer hohen Blitzrate über den Raum Preetz. Von der Levensauer Hochbrücke fotografierte ich vorher die Flanking-Line.
Weiterhin suchte ich weitere gute Wolkenaufnahmen aus den Diaarchiven der 90er Jahre heraus, ließ diese in einem professionellen Labor einscannen, und fügen sie den Fotogalerien auf dieser Homepage hinzu.
In der ersten Januarhälfte 2009 gab es eine kältere Periode mit einigen Schneefällen. Zeit für Winterfotos und abends für astronomische Themen. Ab Mitte Januar 2009 wurde diese Lage abgelöst von einer winkelförmigen Westlage. Im Februar wurde es wieder kälter mit etwas Schnee.
Eis am 8. Januar 2009 (links)
Jetstromcirrus am 17. Februar 2009 (rechts)
Auch der Sommer 2009 war wieder sehr wechselhaft, auch wenn es keine richtigen Westlagen waren. Dabei entstanden fast täglich viele gute Wolkenaufnahmen, die meist am westlichen Stadtrand von Kiel und zu Hause gemacht wurden.
Am 8. Juli 2009 fuhr ich nach Absprache vormittags zum Deutschen Wetterdienst nach Schleswig, um mir einen Radiosondenaufstieg anzusehen. Dabei wurden natütlich viele Fotos gemacht und auch die Meßgeräte angesehen und fotografiert. Gleichzeitig war dieser Tag, der von höhenkalter Luft geprägt war, extrem reich an Cumulonimben.
Besuch beim DWD am 8. Juli 2009,
bei Cb-reicher Höhenkaltluft
Am 27. Juli 2009 zog langsam eine Kaltfront heran, vor der massive Altocumulus floccus zu sehen waren, darunter auch sehr große Exemplare. Später zogen weitere Altocumulusformen wie lenticularis und sogar eine Rollcloud heran. Am Wanderweg Suchsdorfer Holm entstanden sehr viele Fotos.
Heranzug einer Kaltfront am 27. Juli 2009
Auch im August 2009 entstanden bei wechselhaften Wetter viele Wolkenfotos. Am 1. August sowie am 10. August 2009 trat im Bereich von schwachen Warmfronten mehrschichtiger Altocumulus auf.
Mehrschichtiger Altocumulus im Bereich einer schwachen Warmfront
am 1. August 2009 (links) und 10. August 2009 (rechts)
Im September 2009 begann ich mich wieder mehr der Elektronik zu widmen. Am 1. Oktober 2009 sah man im Bereich eines Jets eindrucksvolle Altocumulusformen.
Eindrucksvolle Altocumulusformen am 1. Oktober 2009
im Bereich eines Jets
Mitte Oktober 2009 kam es zu einem starken Kaltlufteinbruch mit Nachtfrösten. Der folgende November war geprägt von einer Westlage mit vielen Tiefs und täglichen Niederschlägen; es kam über Norddeutschland allerdings nicht starken Sturmtiefentwicklungen.
Um Mitte Dezember 2009 kam es nach dem sehr regnerischen November zu einer längeren Kaltluftphase, in der auch Schnee fiel, der bis Weihnachten liegen blieb. Über Weihnachten gabs leichtes Tauwetter, aber später kamen Kälte und Schnee erneut zurück.
Cumulus und Stratocumulus am 12. Dezember 2009 (links)
Schnee am 19. Dezember 2009 (rechts)