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Abendlicher Sternhimmel im Winter



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Der Anblick des Winterhimmels

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Unsere Karte zeigt exakt den Anblick des Sternhimmels am 15. Januar gegen 22 Uhr MEZ für die geografische Breite von Kiel. Die Karte ist aber in ganz Deutschland verwendbar da die Veränderungen am Himmel nur wenige Grad ausmachen. Auch wenn Sie ein oder zwei Stunden früher oder später beobachten ist diese Karte noch anwendbar, da sich der Anblick des Sternhimmels dann noch nicht allzu stark verändert hat. Beobachten Sie aber deutlich später (z. B. nach Mitternacht), so wählen Sie hier die Karte aus, die Ihren Zeitpunkt am nächsten liegt!

Im Süden sind nun die Wintersternbilder in voller Pracht versammelt. Viele helle Sterne fallen uns hier auf. Das auffälligste und schönste Sternbild ist wohl der Orion mit seinen drei etwa gleichhellen Gürtelsternen, den fast jeder kennt. Im Schwertgehänge des Orions liegt der große Orionnebel M 42, eine riesige leuchtende Gaswolke in der Milchstraße. Schon mit einem Feldstecher kann man hier ein mattes nebliges Leuchten wahrnehmen. Seine ganze Pracht zeigt dieser Nebel aber erst in einem Teleskop ab 15 cm Öffnung. M 42 ist etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt und in seinem Innern entstehen neue Sterne.

Im Orion befinden sich weiterhin zwei sehr helle auffällige Sterne: Beteigeuze und Rigel. Beteigeuze ist ein roter Riesenstern in 1400 Lichtjahren Entfernung. Rigel dagegen ein blauer Riese ebenfalls etwa 1400 Lichtjahre von uns entfernt.

Über dem Orion steht der Stier mit seinen hellen rötlich leuchtenden Stern Aldebaran. Aldebaran ist ein roter Riesenstern und steht inmitten eines Sternhaufens, die sogenannten Hyaden, die den typisch V-förmigen Kopf des Stieres bilden. Etwas höher findet man die Plejaden - eine kleine Gruppe aus 6 oder 8 Sternen, die man genau wie die Hyaden schon gut mit dem bloßem Auge erkennen kann. Die Plejaden sind ein weiterer junger Sternhaufen in etwa 400 Lichtjahren Entfernung. Den besten Anblick zeigen die Plejaden im Feldstecher oder im Teleskop bei möglichst geringer Vergrößerung.

Über dem Stier befinden sich die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Kastor und Pollux. In den Zwillingen ist ebenfalls ein sehr schöner offener Sternhaufen zu finden: M 35, der schon in einem Feldstecher gesehen werden kann. Links neben den Zwillingen liegt etwas tiefer das schwache Sternbild Krebs. Im Krebs finden wir einen weiteren Sternhaufen, der zu den schönsten am Himmel gehört. Es ist M 44, auch Praesepe oder Krippe genannt. Unter günstigen Bedingungen ist er schon mit dem bloßem Auge als Nebelfleckchen zu erkennen. In einen Feldstecher bietet der Sternhaufen einen sehr schönen Anblick.

Ebenfalls hoch am Himmel, ja fast im Zenit, ist nun der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella zu finden. Da der Fuhrmann inmitten der Milchstraße liegt, findet man in ihm eine Reihe offener Sternhaufen, die sich bei dunklem Himmel schon im Feldstecher als neblige Flecken zeigen. Es sind M 36, M 37 und M 38.

Tief im Südosten geht gerade der große Hund mit dem hellen Sirius auf. Sirius ist nur 8 Lichtjahre von uns entfernt und der hellste Stern am Himmel. Links neben den großen Hund sehen wir den kleinen Hund mit Prokyon, ein ebenfalls heller Stern, wenn auch nicht so hell wie Sirius. Die hellen Hauptsterne der Wintersternbilder bilden auch das große Wintersechseck. Es wird gebildet von Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im großen Hund, Prokyon im kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen.

Die Herbststernbilder haben sich alle an den Westhimmel verschoben und bereiten sich auf ihren Untergang vor. Gut zu sehen ist noch das Himmels-W, die Cassiopeia, die Sternenkette der Andromeda und das kleine Sternbild Dreieck. Das Pegasusquadrat geht aber schon langsam unter. Sehr nahe am Nordosthorizont glimmt noch der helle Stern Wega in der Leier, der bei uns in Norddeutschland zirkumpolar ist, also niemals untergeht und noch an vergangene Sommertage erinnert. Tief im Osten erscheinen schon die ersten Vorboten des Frühlings: Hier geht gerade der Löwe auf.

Die Milchstraße ist im Winter weniger eindrucksvoll, da wir in dieser Zeit zum äußeren Rand unserer Milchstraße schauen, wo die Sternendichte erheblich geringer ist. Der große Wagen hat im Norden seine tiefste Stellung hinter sich und beginnt nun wieder nach oben zu steigen.


Die Planeten

Im Gegensatz zu den Fixsternen bewegen sich die Planeten langsam am Himmel. Daher kann man sie in keine Sternkarte einzeichnen, die länger gültig sein soll! Die groben Positionen der Planeten am Himmel habe ich in der Rubrik Planeten in Tabellen zusammengestellt.



Das große Wintersechseck

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Das große Wintersechseck am Himmel wird gebildet von den Sternen Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im großen Hund, Prokyon im kleinen Hund, und Pollux in den Zwillingen.



Blick nach Norden

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Blick nach Osten

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Blick nach Süden

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Blick nach Westen

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Diese Karten sind auch gültig für:
  • 1. Oktober um 5 Uhr
  • 1. November um 3 Uhr
  • 1. Dezember um 1 Uhr
  • 1. Januar um 23 Uhr
  • 1. Februar um 21 Uhr
  • 1. März um 19 Uhr
  • 15. Oktober um 4 Uhr
  • 15. November um 2 Uhr
  • 15. Dezember um 24 Uhr
  • 15. Januar um 22 Uhr
  • 15. Februar um 20 Uhr
  • 15. März um 18 Uhr


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© Copyright: 1999-2010 Mario Lehwald
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