In den ersten Jahren von 1999 bis 2005 enthielt diese Seite nur einige
Wolkenbilder, die ich an der Ostsee aufgenommen habe, sowie überwiegend maritime Fotos. Dabei
handelte es sich ausschließlich um gescannte Fotoabzüge von Negativfilmen, die ich bis zum
Jahr 2004 mit einer Spiegelreflexkamera belichtet habe.
Im Sommer 2004 kam die erste kompakte Digitalkamera, mit der ich auch zu Hause wieder verstärkt Wolkenfotos machte. Seitdem fotografiere ich fast nur noch digital.
Im Herbst 2006 erweiterte ich die Fotogalerien mit neuen digitalen Wolkenbildern, die sich sofort verwenden ließen. Die Wolkenfotos wurden nach dem internationalen Verschlüsselungscode für Wolken zu sortiert, den ich schon damals komplett auswendig kannte und ihn schon früher oft angewendet habe.
Im Mai 2007 entschloss ich mich, einen umfangreichen Wolkenatlas zu erstellen. So entstanden die drei Fotogalerien Hohe, Mittelhohe und Tiefe Wolken. In jede dieser drei Galerien wurden Unterkategorien eingerichtet, und zwar für jeden der 9 Verschlüsselungscodes eine. Als die Anzahl der Fotos später zunahm, teilte ich Unterkategorien mit vielen Fotos in mehrere Seiten auf, wobei heute jede Seite maximal 30 Fotos enthält. Ist eine Seite voll, wird eine weitere gemacht.
Jedes Foto ist auf eine Breite von 750 Pixeln
reduziert und besitzt eine eigene HTML-Datei. In dieser sind Aufnahmedaten
und Infos zum jeweiligen Foto angegeben. Da die Fotos mit verschiedenen Kameras aufgenommen wurden
(analog und digital), ist die Bildhöhe unterschiedlich. Bei jedem Foto ist die verwendete Kamera
angegeben und bei den Digitalkameras zusätzlich deren Auflösung. Daraus läßt
sich ersehen, welche Größe das Originalbild hat.
Im Jahr 2007 begann ich meine Diaarchive aus den 90er Jahren nach guten Wolkenfotos zu durchsuchen. Ich fand viele schöne und ungewöhnliche Formen sowie Frontenaufzüge, die ich seitdem teilweise so nicht wieder gesehen habe. Das Scannen mit einem Auflichtaufsatz brachte allerdings nur miserable Ergebnisse. Die gescannten Bilder waren unscharf sowie vollkommen detail- und kontrastarm. Nachschärfen per Bildbearbeitung brachte kaum etwas. Also ließ ich nach und nach die besten Dias in einem professionellen Digitalfotolabor einscannen. So wurde der Wolkenatlas mit älteren Aufnahmen erweitert.
Als ich wenig später auch einige Negative einscannen ließ, merkte ich wie schlecht die Fotoabzüge eigentlich waren. Die gescannten Negative erkannte ich fast nicht wieder, da sie vollkommen andere Farben und Kontraste zeigten. Die Papierabzüge hatten dagegen meist einen häßlichen Braunstich. Damit scanne ich heute auch keine Papierbilder mehr ein, sondern gebe lieber die Negative zum Scannen in das Digitalfotolabor.
Später fügte ich noch eine Fotogalerie mit Fotoserien
von Wolkenentwicklungen hinzu. Diese sind ab und zu möglich, wenn
die Zeit dazu da ist. Daneben gibt es noch die Fotogalerie Jetwolken
und Diverse Wolkenbilder.
Neben den Wolken gibt es auch einige andere Fotogalerien: Unter Himmelsfarben finden sich Erscheinungen wie Halos und Regenbögen. Die Galerie Sunset enthält Aufnahmen von Sonnenauf- und untergängen und unter Winter sind gute Winterfotos mit Schnee und Eis zu finden. Von den Fotos, die an der Ostsee entstanden sind, habe ich die besten bei Seewetter und Leuchttürme untergebracht.
Im Bereich Astronomie mache ich dagegen nur Stimmungsaufnahmen, die in der Fotogalerie Astro-Stimmungen einsortiert sind. Für Langzeit- oder Detailaufnahmen astronomischer Objekte ist mir der technische Aufwand einfach zu hoch.
Die digitalen Wolkenbilder aus der Kamera werden nach Tagen sortiert auf der Festplatte und zusätzlich
auf einer zweiten Backup-Festplatte archiviert. So kann man immer die Entwicklung eines Tages gut verfolgen.
Etwa einmal jährlich wird das Fotosarchiv neu auf DVD's gebrannt.
Von Zeit zu Zeit sehe ich die zuletzt gemachten digitalen Wolkenbilder durch und entscheide, welche in den Wolkenatlas dieser Seite eingebaut werden. Die ausgesuchten Bilder werden auf die erwähnte Breite von 750 Pixel reduziert, leicht nachgeschärft sowie etwas im Kontrast angehoben. Anschließend werden sie einer Verschlüsselungskategorie zugeordnet und die dazugehörigen HTML-Dateien gemacht. Die Thumbnails werden mit einem Freeware Grafikprogramm erzeugt, was sehr schnell geht. Diese Arbeiten geschehen erstmal lokal auf der Festplatte. Alle paar Monate lade ich dann die kompletten Fotogalerien von der Festplatte auf den Webserver hoch.
Natürlich ist das viel Arbeit, für jedes Foto eine eigene HTML-Datei zu machen, aber welches Hobby macht keine Arbeit? Auch mache ich diesen Wolkenatlas nicht (nur) für das Internet, denn er ist eine Art privates Fotoalbum, wo man seine besten Aufnahmen einsortiert und das man immer wieder erweitert. Andere kleben ihre Bilder in Papieralben oder Ordner ein, wie ich es zu Zeiten der Analogfotografie auch gemacht habe.
Die Verschlüsselung der Wolkenbilder ist nicht immer
leicht. Manchmal fehlen bei älteren Bildern Informationen, z. B. ob es sich um einen Aufzug
handelt oder ob vorhandener Stratocumulus oder Altocumulus aus Cumuluswolken entstanden ist. Zumindest
beim Thema Aufzug kann man das mit Hilfe von vorhandenen Satellitenbildern und Karten noch einigermaßen
gut abschätzen. Hier sieht man mal wieder wie wichtig es doch war, ständig Wetterkarten und
Satellitenbilder zu archivieren!
Oft sieht man auch Übergangsformen von einer zur anderen Wolkengattung, die sich nicht exakt zuordnen lassen. Besonders schwierig ist manchmal die richtige Zuordnung zu einer der beiden Wolkengattungen Altocumulus oder Stratocumulus. Es gibt kaum andere Wolkengattungen, die sich in manchen Fällen so leicht verwechseln lassen! Ausschlaggebend für die richtige Zuordnung ist die Wolkenhöhe. Daher sehe ich regelmäßig in aktuelle Wettermeldungen und in die Flugwettermeldungen, den METARS's, nach. Und nach meinen Erfahrungen kann man sich manchmal ganz schön täuschen, wenn dort z. B. optisch als Stratocumulus erkannte Wolken mit einer Höhe von 2800 Metern angegeben sind!
Bis zu einer Höhe von etwa 2200 oder 2300 Metern ordne ich die Bilder meist noch als
Stratocumulus ein, darüber als
Altocumulus.
Besonders die hohen und mittelhohen Wolken können recht komplex sein, und manchmal sind die genauen Zuordnungen zu einer bestimmten Ziffer des Verschlüsselungssystems auch unter den Wetterbeobachtern nicht eindeutig. Schon öfter hab ich in diesen Fällen die Hilfe eines Berufswetterbeobachters, der daneben auch ein großer Wolkenfan ist, aus dem Forum der Wetterzentrale in Anspruch genommen.
So habe ich z. B. bei den mittelhohen Wolken der Gattung Altocumulus sehr oft die Verschlüsselung CM=4 angewendet, weil der Altocumulus nicht stabil war und das Aussehen seiner Wolkenteile fortlaufend änderte. Bei langsamer oder kaum warnehmbarer Änderung der einzelnen Wolkenteile habe ich oft die Verschlüsselung CM=7 verwendet, weil sich der Altocumulus beim genaueren Hinsehen doch stellenweise als zweischichtig herausstellte. Die Verschlüsselung CM=3, also nur eine einzige Schicht von Altocumulus, bei der sich die Wolkenteile kaum wahrnehmbar ändern, habe ich hier dagegen eher selten gesehen.
Die Wolkenbilder, die man in vielen Wetterbüchern
findet, sind meist schöne Idealformen, die der Himmel nicht jeden
Tag zeigt. Um so mehr bin ich natürlich erfreut, wenn sie zu sehen sind und mache dann
auch viele Fotos. Ansonsten habe ich im Wolkenatlas auch viele Fotos aufgenommen, die im Gegensatz
zu den Idealformen zwar nicht besonders "schön" sind, dafür aber am Himmel
weitaus häufiger als die Idealformen zu sehen und oft schwieriger zu bestimmen sind.
Und gerade das macht die Wolkenbeobachtung so interessant! Man sieht immer wieder Formen oder auch ganze Wolkenhimmel, die sich nicht leicht bestimmen oder zuordnen lassen. Manchmal müssen es daher auch mal Schätzungen bleiben.