Angefangen habe ich im Januar 1982 mit einer einfachen Kassettenkamera von Kodak,
in die 126er Filmcassetten eingelegt wurden die quadratische Fotos ergaben.
Im Oktober 1983 bekam ich meine erste Spiegelreflexkamera, eine Revue SC 3. Zu Weihnachten 1983 folgte ein einfaches Fotostativ und ein Blitzgerät und zum Geburtstag im Oktober 1986 zwei Objektive, ein 2,8 / 28 mm Weitwinkel und ein 2,8 / 135 mm Tele.
Im April 1988 schaffte ich mir zusätzlich eine Ricoh KR 10 an, um die Revue SC 3 ausschließlich für astronomische Aufnahmen nutzen zu können, weil ich dafür andere Filme brauchte.
Im Sommer 1991 stieg ich auf Diafilme um. Im Juni 1994 wurde mir aus dem Fahrzeug eine Tasche geklaut, in der sich auch die Ricoh KR 10 mit beiden Zusatzobjektiven befand. Als Ersatz schaffte ich mir eine Pentax P 30 an. Im Jahr 2001 stieg ich wieder auf Negativfilme um, weil man so die Abzüge für die Webseite einscannen konnte.
Im Sommer 2004 kam die erste kompakte Digitalkamera. Seitdem fotografiere ich fast nur noch digital und mache viele Wolkenbilder.
Im Herbst 2006 erweiterte ich die Fotogalerien auf dieser Webseite mit neuen digitalen Wolkenbildern. Die Wolkenfotos wurden nach dem internationalen Verschlüsselungscode für Wolken zu sortiert, den ich schon damals komplett auswendig kannte und oft angewendet habe.
Im Mai 2007 teilte ich die Wolkengalerie in die drei Hauptbereiche Hohe, Mittelhohe und Tiefe Wolken auf. In jede dieser drei Hauptbereiche wurden Unterbereiche eingerichtet, und zwar für jeden der 9 Verschlüsselungscodes einer. Als die Anzahl der Fotos später zunahm, teilte ich die Unterbereiche mit vielen Fotos in mehrere Seiten auf, wobei jede Seite maximal 30 Fotos in Form von kleinen Vorschaubildern (Thumbnails) enthält. Ist eine Seite voll, wird eine weitere gemacht.
Jedes Foto ist auf eine Breite von 750 Pixeln
reduziert und besitzt eine eigene HTML-Datei, in der Aufnahmedaten und
Infos zum jeweiligen Foto angegeben sind. Da die Fotos mit verschiedenen Kameras aufgenommen wurden
(analog und digital), ist die Bildhöhe unterschiedlich. Bei jedem Foto ist die verwendete Kamera
angegeben und bei den Digitalkameras zusätzlich deren Auflösung. Daraus läßt
sich ersehen, welche Größe das Originalbild hat.
Im Jahr 2007 begann ich meine Diaarchive aus den 90er Jahren nach guten Wolkenfotos zu durchsuchen. Ich fand viele schöne und ungewöhnliche Formen sowie Frontenaufzüge, die ich seitdem teilweise so nicht wieder gesehen habe. Das Scannen mit einem Auflichtaufsatz brachte allerdings nur miserable Ergebnisse. Die gescannten Bilder waren unscharf sowie vollkommen detail- und kontrastarm. Nachschärfen per Bildbearbeitung brachte kaum etwas. Also ließ ich nach und nach die besten Dias in einem professionellen Digitalfotolabor einscannen. So wurde der Wolkenatlas mit älteren Aufnahmen erweitert.
Als ich wenig später auch einige Negative einscannen ließ, merkte ich wie schlecht die Fotoabzüge eigentlich waren. Die gescannten Negative erkannte ich fast nicht wieder, da sie vollkommen andere Farben und Kontraste zeigten. Die Papierabzüge hatten dagegen meist einen häßlichen Braunstich. Daher scanne ich heute auch keine Papierbilder mehr ein, sondern gebe lieber die Negative zum Scannen in das Digitalfotolabor.
Später fügte ich eine Fotogalerie mit Fotoserien
von Wolkenentwicklungen hinzu. Diese sind ab und zu möglich, wenn
Zeit dazu da ist. Weiterhin gibt es die Fotogalerien Jetwolken und
Diverse Wolkenbilder.
Neben den Wolken gibt es auch einige andere Fotogalerien: Die Galerie Himmelsfarben enthält Erscheinungen wie Halos und Regenbögen, Sunset enthält Aufnahmen von Sonnenauf- und -untergängen und die besten Fotos, die an der Ostsee entstanden sind, habe ich in der Galerie Seewetter und Leuchttürme untergebracht. Im Jahr 2010 ist das Fotoprojekt Arktisträume entstanden.
Die Wolkenbilder von der Digitalkamera werden nach Tagen sortiert auf der Festplatte und zusätzlich
auf einer zweiten Backup-Festplatte archiviert. So kann man immer die Entwicklung eines Tages gut verfolgen.
Etwa einmal jährlich wird das Fotosarchiv zusätzlich auf DVD's gebrannt.
Von Zeit zu Zeit sehe ich die zuletzt gemachten digitalen Wolkenbilder durch und entscheide, welche in den Wolkenatlas dieser Seite eingebaut werden. Die ausgesuchten Bilder werden auf die erwähnte Breite von 750 Pixel reduziert, leicht nachgeschärft sowie etwas im Kontrast angehoben. Anschließend werden sie einer Verschlüsselungskategorie zugeordnet und die dazugehörigen HTML-Dateien gemacht. Die Thumbnails werden mit einem Freeware Grafikprogramm erzeugt, was sehr schnell geht. Diese Arbeiten geschehen immer erst lokal auf der Festplatte. Alle paar Monate lade ich die kompletten Fotogalerien von der Festplatte auf den Webserver hoch.
Natürlich ist das viel Arbeit, mit einer eigenen HTML-Datei für jedes Foto ein, aber welches Hobby macht keine Arbeit? Auch mache ich diesen Wolkenatlas nicht (nur) für das Internet, denn er ist auch eine Art privates Fotoalbum, wo man seine besten Aufnahmen einsortiert und das immer wieder erweitert wird. Andere kleben ihre Bilder in Papieralben oder Ordner ein, wie ich es zu Zeiten der Analogfotografie auch gemacht habe.
Die Verschlüsselung der Wolkenbilder ist nicht immer
leicht. Manchmal fehlen bei älteren Bildern Informationen, z. B. ob es sich um einen Aufzug
handelt oder ob vorhandener Stratocumulus oder Altocumulus aus Cumuluswolken entstanden ist. Zumindest
beim Thema Aufzug kann man das mit Hilfe von archivierten Satellitenbildern und Karten einigermaßen
gut abschätzen. Hier sieht man mal wieder wie wichtig es doch war, ständig Wetterkarten und
Satellitenbilder zu archivieren!
Oft sieht man Übergangsformen von einer zur anderen Wolkengattung, die sich nicht exakt zuordnen lassen. Besonders schwierig ist manchmal die richtige Zuordnung zu einer der beiden Wolkengattungen Altocumulus oder Stratocumulus. Es gibt kaum andere Wolkengattungen, die sich in manchen Fällen so leicht verwechseln lassen! Ausschlaggebend für die richtige Zuordnung ist die Wolkenhöhe. Daher sehe ich regelmäßig in aktuelle Wettermeldungen und in die Flugwettermeldungen, den METARS's, nach. Und nach meinen Erfahrungen kann man sich manchmal ganz schön täuschen, wenn dort z. B. optisch als Stratocumulus erkannte Wolken mit einer Höhe von 2800 Metern angegeben sind!
Bis zu einer Höhe von etwa 2200 oder 2300 Metern ordne ich die Bilder meist noch als
Stratocumulus ein, darüber als
Altocumulus.
Besonders die hohen und mittelhohen Wolken können recht komplex sein, und manchmal sind die genauen Zuordnungen zu einer bestimmten Ziffer des Verschlüsselungssystems auch unter den Wetterbeobachtern nicht eindeutig. Schon öfter hab ich in diesen Fällen die Hilfe einiger Berufswetterbeobachter, die auch große Wolkenfans sind, aus dem Forum der Wetterzentrale in Anspruch genommen.
So habe ich z. B. bei den mittelhohen Wolken der Gattung Altocumulus sehr oft die Verschlüsselung CM=4 angewendet, weil der Altocumulus nicht stabil war und das Aussehen seiner Wolkenteile sich fortlaufend änderte. Bei langsamer oder kaum wahrnehmbarer Änderung der einzelnen Wolkenteile habe ich oft die Verschlüsselung CM=7 verwendet, weil sich der Altocumulus beim genaueren Hinsehen doch stellenweise als zweischichtig herausstellte. Die Verschlüsselung CM=3, also nur eine einzige Schicht von Altocumulus, bei der sich die einzelnen Wolkenteile kaum oder nur sehr langsam verändern, habe ich hier dagegen eher selten gesehen.
Auch bei den hohen Wolken habe ich ab und zu Übergangsformen gesehen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, z. B. Mischformen aus Cirrus floccus und Cirrocumulus. Schwierig ist manchmal die Frage, ob bei großflächig auftretenden Cirrus auch Cirrostratus mit dabei ist, wenn die einzelnen Cirruselemente miteinander verschmelzen. Cirrus in Horizontnähe, besonders wenn dieser dort dichter wird, sieht oft wie Cirrostratus aus und manchmal läßt sich hier keine genaue Aussage treffen.
Die Wolkenbilder, die man in vielen Wetterbüchern
findet, sind meist schöne Idealformen, die der Himmel nicht jeden
Tag zeigt. Um so mehr bin ich natürlich erfreut, wenn sie zu sehen sind und mache dann
auch viele Fotos. Ansonsten habe ich hier im Wolkenatlas auch viele Fotos aufgenommen, die im Gegensatz
zu den Idealformen zwar nicht besonders "schön" sind, dafür aber am Himmel
weitaus häufiger als die Idealformen zu sehen und oft schwieriger zu bestimmen sind.
Und gerade das macht die Wolkenbeobachtung so interessant! Man sieht immer wieder Formen oder auch ganze Wolkenhimmel, die sich nicht leicht bestimmen oder zuordnen lassen. Manchmal müssen es daher auch mal Schätzungen bleiben.