Himmelsaufnahmen sind bei jedem Wetter möglich. Einige Lagen wie z. B. Stürme oder Gewitter bergen aber auch einige Gefahren. Es lohnt sich nie wegen einer guten Aufnahme Risiken einzugehen!
Bei heftigen Stürmen sollte man sich nie unter Bäumen
aufhalten bzw. sein Fahrzeug dort parken! Vorsicht ist an der Küste bei
hohem Seegang angesagt. Man sollte nie die Kraft der Wellen
unterschätzen! Immer Abstand halten, und in dem Bereich bleiben, wo noch kein Wasser
angespült wird und der Boden trocken ist. Schlagen hohe Wellen gegen Kaimauern
o. ä. so kommt es zu heftigen Fontänen. Hier ist unbedingt Abstand zu halten,
denn dort werden Tonnen von Wasser durch die Luft geschleudert! Zu beachten ist weiterhin
das etwa jede 50. Welle deutlich höher ist als die übrigen.
Auch Gewitter stellen eine starke Gefahr dar. Eine Gewitterzelle
zieht nie mit dem Wind am Boden, sondern wird vom Höhenwind angetrieben! Nur durch
die Beobachtung der Zugrichtung der hohen oder mittelhohen Wolken kann man feststellen,
wie sich eine Gewitterzelle bewegt; ob sie sich nähert oder wieder entfernt. Bei
aufziehenden Gewitter sollte man sich nur noch in der Nähe seines Fahrzeuges aufhalten
um rechtzeitig und schnell Schutz zu bekommen! Weiterhin ist bei einem nahen Gewitter Kontakt
mit dem Meerwasser unbedingt zu vermeiden. Wasser ist ein guter Leiter, so daß die durch
einen Blitzschlag ins Meer verursachten Ströme über weite Strecken transportiert
werden.
Ist das Gewitter direkt über einem, sollte man auf keinen Fall mehr das Fahrzeug verlassen und ins Freie gehen! Das gilt besonders im freiem Gelände! Alle anderen Interessen müssen in einem solchen Fall zweitrangig sein! Wie viele tödliche Unfälle durch Blitzschlag hätten vermieden werden können, wenn diese einfachen Regeln beachtet worden wären!
Tückisch sind auch nächtliche Gewitter, wenn der Himmel vorher schon bedeckt ist.
Auch wenn es nur am Horizont blitzt, kann man trotzdem nicht sehen, was über einem
passiert! Gewitterzellen entwickeln sich ja auch ständig neu und wenn in diesem Falle
genau in Zenitnähe eine neue Zelle entsteht, würde man es nicht sehen können.
Wenn die Zelle aktiv wird, kann es schon zu spät sein, da auch der erste Blitz
gleich einschlagen kann! Manchmal, aber nicht immer, beginnt vor den ersten Entladungen
großtropfiger Regen aus einer entstehenden Zelle. Gerade bei Lagen mit schweren
Gewittern ist hier Vorsicht geboten. Bei klarem Himmel sieht man natürlich, wo die
Grenzen der Gewitterzellen liegen. Die Umgebung des Zenits sollte in jedem Falle noch
wolkenfrei sein. Es kommt allerdings auch hin und wieder vor, das Blitze aus dem oberen
Teil des Ambosses einer Zelle herunterschießen und daneben einschlagen. Das gilt
natürlich auch tagsüber!
Auch bei schweren Schauern und Schauerwetter ist Aufpassen angesagt. Besonders tückisch
sind die in Wetterberichten bezeichneten "kurzen Gewitter". Diese geben häufig
nur ein oder zwei kräftige Entladungen in Verbindung mit heftigen Schauern ab und sind dann
wieder weg. Sie ziehen meist sehr schnell und sind vorher oft nicht als Gewitter erkennbar.
Erst wenn es wie aus allen Kübeln prasselt zuckt plötzlich ein grelles Licht am
Himmel gefolgt von einem Donnerschlag.
Blitze dieser Kurzgewitter können genauso einschlagen wie die von anderen Gewittern! Mir sind z. B. in Kiel mehrere Fälle bekannt geworden. Während eines solchen Kurzgewitters bei kühler Schauerlage im Sommer ist ein Blitz in Holtenau eingeschlagen und hat ein Dach zerstört. Ein anderer ist während eines heftigen Graupelschauers im März in die Kieler Taxizentrale eingeschlagen.